Spaß und Spannung beim Jubiläum der Berlinfreunde

Aus der „donau-zeitung.de“ vom 13. November 2003

Bei Feier in Bliensbach auch Begegnungsbank überreicht

Lauingen/Bliensbach (pm).

Viel Unterhaltung, Spaß und gute Stimmung herrschte im Innenhof des Schullandheimes Bliensbach. Der Bund der Berliner und Freunde Berlins, Kreisverband Dillingen e.V., feierte so mit verschiedenen Einzelveranstaltungen (politisches Seminar, Fahrt nach Höchstädt und Augsburg, Hallenfußball-Turnier) mit Menschen aus Ost und West sein 25- jähriges Bestehen in den Jahrestag des Falles der Mauer hinein. Höhepunkt war dabei die Übergabe einer Begegnungsbank an das Schullandheim Bliensbach.

Gründungsvorsitzender Hubert Götz schilderte in einem kurzen Rückblick die zahlreichen Aktivitäten der Berlin-Freunde in den letzten Jahrzehnten. Dabei sprach er die „vier Säulen der Vereinsarbeit“ an, die am Vortag des Falles der Mauer nochmals in zusammengefasster Form angeboten wurde: Die Durchführung von politischen Seminaren, Informationsreisen nach Berlin und in andere Städte, Freizeitfußball und gesellige Veranstaltungen. Als heute noch erkennbares Zeichen des Engagements nannte er den Berliner Meilenstein, aufgestellt 1981 am östlichen Stadtausgang von Dillingen an der Bundesstraße 16.

Auflösung bedauert

Der Lauinger Bürgermeister Dr. Georg Barfuß erwähnte in seiner Grußrede den Anteil der Berlin-Freunde an dem Zustandekommen der Partnerschaft zwischen dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf und der Stadt Lauingen, die 1999 besiegelt wurde. Er bedauerte die Absicht der Organisation, den Verein im nächsten Jahr aufzulösen und appellierte an die Vereinsverantwortlichen, sich weiterhin für die Städtepartnerschaft einzubringen. Auch Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier dankte dem Verein und seinen Mitgliedern für das geleistete Bürgerengagement und lobte an die Adresse des Vereines die Auswahl des Zeitpunktes der Veranstaltung kurz vor einem historischen Jahrestag.

Eine Begegnungsbank zur dauernden Bleibe im Schullandheim überreichte Gründungsvorsitzender Hubert Götz an die Vorsitzende des Trägervereins Schullandheim Bliensbach e.V., Verena Bürkner. Diese „Zusammenrückbank“ wurde gespendet von den im Schullandheim erschienenen Veranstaltungsteilnehmern aus Ost und West. Sie soll, so Götz, Akzente setzen zur Begegnung von Alt und Jung, von Menschen mit und ohne Behinderungen, von Menschen unterschiedlicher Auffassung, Religion und Hautfarbe und vor allem zur Verständigung von Ost und West.

Auch das Hallenfußball-Turnier für Freizeit-Fußballer, abgehalten in der Heimturnhalle, erhielt bereits am Anfang der Abendveranstaltung seine Würdigung. Der verantwortliche Turnierleiter, Wolfram Spiller (Berlin) übergab in der Siegerehrung die Pokale an die Mannschaftsführer. Den ersten Platz erreichte die Mannschaft der SG Alt-Marzahn. Die weiteren Plätze belegten in der Reihung folgende Teams: Berliner Bär, Dudys, VG Wertingen, Marzahner Malibu-Füchse und BSC Marzahn Ü50.

Viel Stimmung kam zum Auftakt des gemütlichen Teils der 25-Jahrfeier auf, als die „Hale-Bopp-Schnalzer“ aus Schwenningen auftraten. Besonders die Berliner Gäste waren sehr von „goislgschnalz“ und „schuhplattln“ angetan. Als Kontrast dann der Auftritt der Aerobic-Gruppe „Dance Attac“, Berlin. Hier staunten mehr „die Einheimischen“ über den professionellen Tanzvortrag.

Musik aus Ost und West, zusammengestellt von Horst Löser, Berlin, rundete mit vielen Gesprächen in geselliger Runde die Veranstaltung ab. Dabei konnten die noch zahlreich Anwesenden direkt vom Innenhof des Schullandheimes die Mondfinsternis mit verfolgen.

In der Partnerstadt

Die bereits am Freitag angereisten Gäste, darunter auch die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Marzahn-Hellersdorf, Petra Wermke, sowie einige BVV-Mitglieder und Vertreter des Marzahn- Hellersdorfer Städtepartnerschaftsvereins e.V. sowie weiterer Vereine aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf versäumten es nicht, auch die Partnerstadt Lauingen zu besuchen. Einem Empfang im Rathaus schloss sich ein Rundgang durch die alte Herzogstadt an.