Gelebte Partnerschaft zwischen Marzahn-Hellersdorf und Lauingen

Vom 21. bis 25. Juni 2022 weilten Freunde aus unserer Partnerschaft Lauingen zu einer Begegnungsreise in unserem Bezirk. Ein Teil der Gruppe erkundete auf Radtouren die Region, während der andere Teil zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war.

Der erste Programmpunkt war ein Besuch der Stadt Potsdam, wo uns bei einer Führung durch das Filmmuseum die Geschichte des Filmschaffens in Babelsberg als Teil der gemeinsamen Geschichte nähergebracht wurde.

Filmgeschichte als Teil der gemeinsamen Geschichte. Foto: Hubert Götz

Am nächsten Tag brachen die Pedalritter zu einer 5-Dörfer-Radtour durch die fünf Dörfer, die heute den Bezirk Marzahn-Hellersdorf bilden, auf. Diejenigen, die zu Fuß unterwegs waren, wurden von Dr. Christa Hübner vom Heimatverein Marzahn-Hellersdorf zu einer Führung durch das Dorf Alt-Marzahn und durch einen Teil der Ausstellung im Bezirksmuseum Marzahn empfangen.

Die Pedalritter bei einer Pause. Foto: Hubert Götz

Den Höhepunkt dieses Tages war ein Besuch des Umweltbildungszentrums, wo wir auch die Radler wiedertrafen. Erst im Februar dieses Jahres traf ich mich gemeinsam mit unserem Vorstandsmitglied Hubert Götz, der auch gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Lauinger Partnerschaftsvereins und Mitglied des Vorstandes der Umweltstation Mooseum in Bächingen ist, zu einem Gespräch mit Ulrich Nowikow und Eike Friederici vom Umweltbildungszentrum und der Kontakt zwischen den beiden Einrichtungen war sehr schnell hergestellt. Nach einer Videokonferenz zwischen dem Umweltbildungszentrum und dem Mooseum gab es schon die erste Aktion. Maja Straubach, die im Mooseum ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, weilte zu einem Praktikum im Umweltbildungszentrum am Wuhleteich und kurz zuvor weilte eine FÖJ-Praktikantin aus Marzahn-Hellersdorf zu einem Praktikum im Mooseum.

Ein herzlicher Willkommensgruß. Foto: Horst Löser
Foto: Hubert Götz

Bei dem Treffen im Umweltbildungszentrum, zu dem wir von Ulrich Nowikow und Eike Friederici empfangen wurden, waren als Vertreter des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf anwesend: Nadja Zivkovic, stellv. Bürgermeisterin und Stadtbezirksrätin für Soziales, Nicole Bienge, Stadtbezirksrätin für Jugend und Gesundheit, Juliane Witt, Stadtbezirksrätin für Stadtentwicklung und Dr. Torsten Kühne, Stadtbezirksrat für Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur und Facility Management, die mit den Gästen recht schnell ins Gespräch kamen.

Vertreter des Bezirkes, v. l. n. r.: Eike Friederici, Umweltbildungszentrum; Nicole Bienge, Bezirksrätin für Jugend und Gesundheit; Wolfgang Loos, Öffentlichkeits- und Pressearbeit Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein; Hubert Götz, Schatzmeister Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein, stellv. Vorsitzender Lauinger Partnerschaftsverein, Vorstandsmitglied Mooseum; Nadja Zivkovic, Stadtbezirksrätin für Soziales; Kerstin Rocktäschel, Vorsitzende Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein; Dr. Torsten Kühne, Stadtbezirksrat für Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur und Facility Management; Juliane Witt, Stadtbezirksrätin für Stadtentwicklung; Martin Kleinfelder, Roter Baum; Ulrich Nowikow, Umweltbildungszentrum. Foto: Horst Löser
Die Stadtbezirksrätinnen und der Stadtbezirksrat beim Gespräch mit den Gästen und Teilnehmern. Foto: Horst Löser

Nach dem Mittagsimbiss mit asiatischen Nudeln, Salat, Obst und Kuchen stellte Maja Straubach vom Mooseum in einem von ihr selbst erstellten vierminütigen Film die Arbeit der Umweltstation Mooseum in Bächingen vor.

Ein Film über die Umweltstation „Mooseum“, produziert von Maja Straubach, FÖJ-Praktikantin im Mooseum. Foto: Hubert Götz

Eine Biologin vom Umweltbildungszentrum am Wuhleteich stellte Programme und Methoden vor, mit denen Kindern Natur und Umwelt auf spielerische Art und Weise nähergebracht wurden.

Pädagogische Arbeit ist das Herzstück des Umweltbildungszentrum. Eine Biologin präsentiert ihr Programm und die Art und Weise, Kindern Natur und Umwelt spielerisch näherzubringen. Foto: Hubert Götz

Zum Abschluss des Tages ging es mit der Seilbahn in die Gärten der Welt.

Der vorletzte Tag war der deutsch-deutschen Geschichte und der Politik gewidmet. Während die Radler sich auf dem Weg zum Luftwaffenmuseum Gatow machten und beim Bundespräsidenten vorbeischauten, begann der Tag für die Fußgänger mit einer einstündigen Bootstour auf der Spree, die durch das historische Berlin und das Parlamentsviertel führte.

Auf Radwegen durch die deutsch-deutsche Geschichte. Foto: Horst Löser

Anschließend ging es für die Teilnehmer, die zu Fuß waren, im Rahmen einer Führung zu Fuß vom Checkpoint Charlie an der Mauerlinie entlang, vorbei am ehemaligen Haus der Ministerien der DDR (heute Sitz des Bundesfinanzministeriums), wo Arbeiter im Rahmen des Volksaufstandes am 17.06.1953 ihre Forderungen geltend machten, zum Potsdamer Platz, vorbei am Holocaust-Denkmal und am Brandenburger Tor, das als Symbol der Teilung und der Wiedervereinigung gilt, zum Denkmal der ermordeten Sinti und Roma, wo ein Bogen zu unserem Bezirk geschlagen wurde, denn in Marzahn befand sich ein Lager, in die Sinti und Roma während des Nationalsozialismus verschleppt wurden, um dann später in die Todeslager deportiert zu werden.

Die Führung endete am Reichstagsgebäude, dem Sitz des 20. Deutschen Bundestages, dem Herz der Demokratie Deutschlands.

Dort wurden wir von Stefan Borchardt, dem Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Mario Czaja aus Marzahn-Hellersdorf, empfangen. Bei einem Gespräch konnten wir ihm unsere Arbeit nahebringen und auch berichten, wie wir unsere Städtepartnerschaften leben, was ihn wirklich sehr beeindruckt hat.

Besuch im Herzen der Demokratie. Foto: Stefan Borchardt

Vor der Heimreise gab es eine Architekturführung durch das Humboldt-Forum, das an der Stelle aufgebaut wurde, an der das Berliner Stadtschloss stand.

Auch bei dieser Begegnung wurde gelebte Partnerschaft großgeschrieben.  

Kerstin Rocktäschel, Vorsitzende