Die Berliner Fußballer tanzten in den Lauinger Lederhosen

Aus dem „Berliner Abendblatt“ vom 20. November 2003

Marzahn-Hellersdorfs Städtepartnerschaft nach Bayern ausgebaut – Gegenbesuch im Mai 2004

Marzahn-Hellersdorf/Lauingen. 50 Marzahn-Hellersdorfer waren wieder einmal in Lauingen, der Partnerstadt des Bezirkes im Bayerischen. Sie machten dort eine gute Figur, siegten im Fußball und „zogen den Bayern gar die Lederhosen aus“, wie es Horst Löser ausdrückt.

Er gehört dem Vorstand des Städtepartnerschaftsvereines an und begleitete die Reisegruppe auf ihrer Dreitagestour. Diese hatte übrigens ihren Anlass. Der Lauinger „Bund der Berliner und Freunde Berlins“ feierte seinen 25. Geburtstag und lud sich kurzerhand dazu Berliner ein.

Es fehlte an nichts: Empfang bei Bürgermeister Georg Barfuß (CSU), politische Seminare, Ausflüge nach Augsburg und ins Lego-Land, gemeinsames Abendessen mit allem Drum und Dran.

Fußball gespielt – wie gesagt – wurde auch, und zwar beim Hallenturnier mit sechs Mannschaften. Besser als die Spieler der SG Alt-Marzahn war niemand. Die Gastgeber kamen auf dem ehrenvollen zweiten Rang ein. Kultureller und damit wohl auch überhaupt der Höhepunkt der Reise war der gemeinsame Abend mit Musik und Tanz aus Ost und West. Seitens der Gäste begeisterte das Damentanzensemble „Dance Attac“ von den „Marzahner Füchsen“ und seitens der Gastgeber die „Hale-Bopp-Schnalzer“, die Regionaltypisches – also Schuhplattler – boten.

„Zu vorgerückter Stunde zogen dann die Berliner Fußballer den Schuhplattlern die Lederhosen aus und gestalteten in Trachtenkleidung ein Sonderprogramm“, berichtet Löser über das lustige Treiben in Lauingen.

Neben gemeinsamem Sport, Spaß und Spiel, wovon eine Partnerschaft ja auch leben soll, wurde auch mit allem Ernst an der weiteren Ausgestaltung der gegenseitigen Beziehungen gearbeitet. Kontakte zwischen dem Lauinger Albertus-Gymnasium und der Marzahner Mahatma-Gandhi-Oberschule wurden geknüpft. Auch eine Partnerschaftsbank für das Landschulheim Bliensbach, dort wo sich der Lederhosenabend abgespielt hat, ließen die hauptstädtischen Gäste da, wobei jeder einen „Fünf-Euro-Spendenbaustein“ hinterließ.

Der Gegenbesuch der Bayern in Berlin wurde für den Mai des kommenden Jahres in Aussicht gestellt. lt